Täuschen, Lügen, Tricksen – An der Haustür und am Telefon

Ob an der Haustür oder am Telefon, gerade Senioren fallen fiesen Betrugsmaschen leider immer wieder zum Opfer.

Der (finanzielle) Schaden – meist enorm!

Wie man dem vorbeugen kann?

Mit Prävention!

Die Gesellschaft Bürger und Polizei e.V. hat sich diese Thematik auf die Fahne geschrieben und informiert von nun an regelmäßig über die neusten Betrugsphänomene.

Beginnend mit dem untenstehenden Video, informiert die Gesellschaft Bürger und Polizei e.V. in einem anschaulichen Videobeitrag über die bereits bekannten Betrugsmaschen:

Gesellschaft Bürger und Polizei e.V. belobigt einen Polizeibeamten für lebensrettendes Verhalten sowie zwei Bürgerinnen für Zivilcourage

Am 15. Oktober 2021 belobigte der Präsident des Polizeipräsidiums Westhessen, Stefan Müller, Polizeihauptkommissar Maik Twomey, der sich durch lebensrettendes Verhalten in besonderer Weise verdient gemacht hatte.

Herr PHK Maik Twomey wird durch Polizeipräsidenten Stefan Müller belobigt

PHK Maik Twomey war am 01. September 2021 mit seinem dienstlichen Motorrad unterwegs zu Kontrollmaßnahmen der AG Bike in der Polizeidirektion Rheingau-Taunus. Auf seinem Weg dorthin überquerte er eine Brücke am Otto-Suhr-Ring und wurde auf eine männliche Person aufmerksam, welche das Brückengeländer überklettert hatte und auf einer dort angebrachten Plattform über den Bahngleisen stand. Der Mann war offensichtlich in einem psychischen Ausnahmezustand und erweckte den Anschein, von der Brücke springen zu wollen, um sich das Leben zu nehmen. PHK Twomey stoppte unverzüglich sein Motorrad und versuchte, den 33-Jährigen in ein Gespräch zu verwickeln. Nebenbei forderte er eine Fahrzeugführerin auf, den Polizeinotruf zu wählen. Ihm gelang es, den Mann verbal zu binden und schlussendlich zum Überklettern des Geländers zu überreden. Somit konnte die Person in Sicherheit gebracht und anschließend in ärztliche Behandlung übergeben werden.

Durch sein beherztes Eingreifen und sein unverzügliches Handeln rettete PHK Twomey dem 33-jährigen Mann das Leben.

Für dieses herausragende Verhalten sprach Stefan Müller Polizeihauptkommissar Maik Twomey seine Anerkennung aus. Im Namen der Gesellschaft Bürger und Polizei e.V. überreichte er als deren  Vorsitzender, PHK Twomey eine entsprechende Urkunde sowie ein Geschenk.

Neben Polizeihauptkommissar Twomey wurden noch zwei weitere Bürgerinnen für herausragendes Verhalten geehrt, welche namentlich jedoch nicht genannt werden wollten.

Text und Fotos: PÖA, PP Westhessen

Gesellschaft Bürger und Polizei e.V. belobigt Bürgerinnen und Bürger für Zivilcourage und lebensrettendes Verhalten

Gruppenbild auf dem Gelände des Polizeipräsidiums Westhessen zusammen mit Abteilungsdirektor Malte Neutzler und der Leiterin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit beim Polizeipräsidium Westhessen Andrea Götz

„Sie sind heute für mich die Heldinnen und Helden des Alltages!“. Mit diesen Worten empfing am 22. Juli 2021 der Leiter der Abteilung Einsatz des Polizeipräsidiums Westhessen, Herr Abteilungsdirektor Malte Neutzler, zwölf Bürgerinnen und Bürger aus Wiesbaden und dem Rheingau-Taunus-Kreis auf dem Gelände des Polizeipräsidiums Westhessen.

Abteilungsdirektor Malte Neutzler und die Leiterin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Andrea Götz

Alle geladenen Gäste kann man zu Recht als „Partner der öffentlichen Sicherheit und Ordnung“ bezeichnen. Sie wurden zu Helfern, Rettern in der Not oder auch zu Zeuginnen und Zeugen einer Straftat. Die Polizei ist insbesondere bei der Verhinderung und Aufklärung von Straftaten auf die Mithilfe aller Bürgerinnen und Bürger in Form von Hinweisen und Mitteilungen angewiesen. „Die Polizei lebt davon, dass Bürgerinnen und Bürger uns Mitteilungen machen“, erklärte Herr Abteilungsdirektor Malte Neutzler gegenüber den geladenen Gästen. Zur Würdigung dieser Mithilfe wurden die insgesamt zwölf Personen stellvertretend durch das Vorstandsmitglied der Gesellschaft Bürger und Polizei e.V. belobigt. Im Rahmen der Veranstaltung ließ sich Herr Neutzler die einzelnen Ereignisse nochmals aus Sicht der Betroffenen schildern und würdigte das Verhalten seiner Gäste. 

Die einzelnen Fälle in der Übersicht:

In einer Bäckerei in der Platter Straße verhinderte ein 61-jähriger Zeuge einen Diebstahl, in dem er sich einem 34-jährigen Mann in den Weg stellte, der gerade dabei war hinter der Ladentheke eine Kasse mit einem Messer gewaltsam zu öffnen. In diesem Moment betrat der 61-Jährige das Geschäft und wurde auf den offensichtlich geplanten Diebstahl aufmerksam, da die Verkäuferin um Hilfe rief. Als er den Täter ansprach, kam dieser mit dem Messer in der Hand auf den Zeugen zu. Umgehend schritt der Zeuge ein und schlug dem Angreifer zunächst das Messer aus der Hand. Anschließend kam es zu einer heftigen Rangelei der zwei Männer, im Rahmen derer sich der 61-Jährige verletzte. Dennoch gelang es dem couragierten Zeuge den augenscheinlich unter Drogeneinfluss stehenden Tatverdächtigen zu überwältigen und hielt ihn bis zum Eintreffen der Polizei fest. An diesem Fall erläuterte Herr Neutzler beispielhaft, dass er für das beherzte Eingreifen des Zeugen natürlich sehr dankbar ist, jede einzelne Mitbürgerin oder jeder Mitbürger jedoch sehr genau für sich selbst abwägen müsse, in wie weit ein Einschreiten vertretbar sei. Gegebenenfalls gelte es den Täter laut anzusprechen, andere Passanten auf die Tat aufmerksam zu machen und unmittelbar den Notruf zu wählen. 

Nach einem Unfall auf der Bundesautobahn 3, bei dem ein Kleintransporter quer über den beiden rechten Fahrstreifen lag, bot der Mitarbeiter eines Baustoffhandels aus Wehrheim, Peter Trombelli, sofort seine Hilfe bei der Bergung des umgekippten Kleintransporters an. Mit Hilfe des Baustoffkrans seines Fahrzeuges war Herr Trombelli rasch in der Lage den verunfallten Transporter innerhalb von nur wenigen Minuten wieder auf die Räder zu stellen, sodass er durch die Feuerwehr auf den Standstreifen geschoben werden konnte. Durch das schnelle Handeln des Zeugen konnte die Gefahr beseitigt und schließlich ein mehrstündiger Stau auf der BAB 3 verhindert werden.

Herr Trombelli wird durch Abteilungsdirektor Malte Neutzler belobigt 

In der Nähe eines Supermarktes in der Kostheimer Landstraße kam der Zeuge Rainer Rinaldi einer 47-jährigen Passantin zur Hilfe, welche von einem 40-jährigen Mann unvermittelt mit der Faust gegen den Oberarm geschlagen und gegen die Wade getreten wurde. Herr Rinaldi machte zunächst durch Betätigen seiner Autohupe auf sich aufmerksam und hielt sein Fahrzeug unverzüglich am Tatort an. Als der Zeuge ausstieg, um den 40-Jährigen zur Rede zu stellen, stürzte sich der Mann sogleich auf Herrn Rinaldi. Dem mutigen Zeugen gelang es jedoch den Angriff abzuwehren, den Täter zu überwältigen und festzuhalten bis die Polizei eintraf.

Herr  Rinaldi wird belobigt

Dank des aufmerksamen Zeugen Christian Knedlik konnte ein mutmaßlicher Dieb von der Polizei festgenommen werden. Der Zeuge beobachtete einen Mann dabei, wie dieser den Schließzustand von abgestellten Fahrrädern und Türen geparkter Fahrzeuge überprüfte. Er folgte dem Mann in einem sicheren Abstand und wählte den Polizeinotruf. Er teilte der Polizei seine verdächtige Wahrnehmung sowie den Standort des Verdächtigen mit. Hierdurch gelang es einer Polizeistreife den Mann wenig später anzuhalten und zu kontrollieren. In einem von dem Verdächtigen mitgeführten Rucksack wurden schließlich Einbruchswerkzeuge aufgefunden, welche präventiv sichergestellt werden konnten. Der Verdächtige wurde in Gewahrsam genommen.

Herr Knedlik wird belobigt

Durch das wachsame Verhalten der Bankmitarbeiterin Chelsea Grewatsch und des Bankmitarbeiters Meded Bildik konnte der Betrug zum Nachteil eines älteren Ehepaars verhindert werden. Das ältere Ehepaar erschien in der Bankfiliale in Mainz-Kastel und wollte mehrere Zehntausend Euro Bargeld abheben. Die Eheleute gaben an, dass sie das Geld für ihren Sohn benötigen würden. Die Enkelin würde den Betrag im Laufe des Tages bei ihnen zu Hause abholen. Frau Grewatsch und Herr Bildik dachten gleich daran, dass es sich um einen Enkeltrick handeln könnte. Sie versuchten die Eheleute umzustimmen, damit sie von einer Abhebung absehen würden. Als dies jedoch nicht zum Erfolg führte, mussten sie das Geld schließlich auszahlen, verständigten aber sogleich die Polizei, die wenig später bei den Eheleuten zu Hause eintraf und eine Geldübergabe an die Täter verhindern konnte.

Frau Grewatsch wird belobigt
Herr Bildik wird belobigt

Der Mitarbeiter des DRK Hausnotrufes, Patrick Dietz, wurde zum Lebensretter, als er in der Semmelweisstraße im Wiesbadener Stadtteil Biebrich eine schwerverletzte Person aus deren brennender Wohnung rettete.
Der Mitarbeiter war aufgrund einer Auslösung des Hausnotrufes auf dem Weg in die betroffene Wohnung im vierten Obergeschoss und wurde dabei auf das Feuer aufmerksam. Er rettete den Bewohner aus der komplett verqualmten Wohnung und brachte ihn im rauchfreien Treppenhaus in Sicherheit. Außerdem setzte er per Notruf 112 die Rettungskette in Gang.

Herr Dietz wird belobigt

In der Biebricher Allee in Wiesbaden kam der Zeuge Udo Girbig einem 77-jährigen Wiesbadener zur Hilfe und bewahrte den Rentner vor schwerwiegenden Verletzungen.
Der Senior stieg aus einem Bus aus, als er plötzlich von einem Unbekannten angerempelt und gegen ein Fahrzeug gedrückt wurde. Durch einen Faustschlag ins Gesicht des Rentners, fiel dieser zu Boden. Der Täter ließ jedoch nicht von ihm ab, im Gegenteil, er beugte sich über sein Opfer, schlug weiter auf dieses ein und zerrte an der Umhängetasche des 77-Jährigen. Herr Girbig hatte die Situation beobachtet und schrie den Angreifer mehrmals an. Der Täter rannte daraufhin in Richtung Biebrich davon. Im Anschluss kümmerte sich Herr Girbig um den verletzten Mann und wählte den Polizeinotruf.

Herr Girbig wird belobigt

Dank der aufmerksamen Bankmitarbeiterin Manuela Spahn konnte ein Betrug zum Nachteil einer 83-jährigen Bankkundin entdeckt werden. Die 83-Jährige erschien bei Frau Spahn in der Bankfiliale und wollte einen hohen Geldbetrag abheben. Frau Spahn schöpfte Verdacht und hakte nach. Die Kundin erzählte ihr, dass ein angeblicher Polizist sowie eine Generalstaatsanwältin aus Frankfurt ihr telefonisch mitgeteilt hatten, dass ihre Nichte wegen eines verursachten tödlichen Verkehrsunfalles im Gefängnis sitzen und mit einer Kaution von 60.000 Euro wieder freigelassen werden würde. Frau Spahn benachrichtigte sogleich ihre Vorgesetzte. Diese wiederum informierte umgehend die Polizei. Eine Geldübergabe an die Täter konnte schließlich verhindert werden.

Frau Spahn wird belobigt

Die Zeugin Ilse Klausen teilte der Polizei um 02.23 Uhr über Notruf mit, dass in Wiesbaden-Nordenstadt im Bereich des Friedhofes zwei Personen versuchen würden einen Roller zu starten. Dieser Roller würde Ihrer Nachbarin gehören. Die Zeugin blieb am Telefon und teilte ununterbrochen den Standort der beiden Verdächtigen mit und sah auch, wie die beiden Personen sich in einer Hecke versteckten.
Als die erste Polizeistreife eintraf, flüchtete einer der beiden Rollerdiebe aus seinem Versteck. Nach einer kurzen Verfolgung und einer entsprechenden Ansprache kehrte der Flüchtige jedoch wieder um und kam zurück zum Kontrollort. Befragt nach dem Grund ihres Aufenthaltes vor Ort machten die 16- und 17-Jährigen wenig glaubhafte Angaben. Am Tatort konnten insgesamt zwei Roller aufgefunden werden. Der zweite Roller gehörte einem Halter aus Erbenheim. An beiden Rollern wurden Beschädigungen festgestellt, welche auf ein Kurzschließen hindeuteten. Durch die Mitteilung der Zeugin konnten die Verdächtigen kontrolliert und festgenommen werden. Die Roller wurden ihren rechtmäßigen Besitzern zurückgegeben.

Frau Klausen wird belobigt 

Der Zeuge Mahmoud Barkat stellte zusammen mit einem weiteren Zeugen in der Fußgängerzone von Wiesbaden einen flüchtigen Ladendieb. Die Beiden saßen gemütlich in einem Straßencafé, als sie auf den flüchtigen Mann aufmerksam wurden. Unmittelbar nahmen sie die Verfolgung auf. Als die Verfolger den Dieb schließlich im Bereich der Neugasse einholen und festsetzten konnten, attackierte der Mann die beiden Zeugen mit Pfefferspray und verletzte diese dabei. Der Zeuge Alexander Engelhart sah dies, wählte den Polizeinotruf und filmte den Flüchtigen mit seiner Handykamera. Auf seinem Fahrrad übernahm er nun die Verfolgung des räuberischen Diebes, der in eine Buslinie gestiegen war. Nach einigen Hundert Meter stieg der Flüchtige wieder aus und verschwand kurz danach in einer Seitenstraße. Herr Engelhart aber kehrte mit seinem Fahrrad zum Tatort zurück und schilderte seine Beobachtungen einer Streifenwagenbesatzung. Ein Lichtbild des Beschuldigten als Screenshot aus dem Handyvideo stellte er ebenfalls zur Verfügung. Im Laufe der späteren Ermittlungen konnte der mutmaßliche Täter ermittelt werden.

Herr Barkat wird belobigt
Herr Engelhart wird belobigt

Neben der Aushändigung der Belobigungsurkunden überreichte Herr Neutzler jedem Geehrten als zusätzliche Anerkennung sowie zum Dank ein Geschenk.

Die Belobigungsveranstaltung wurde medial von einer Redakteurin des Wiesbadener Kuriers begleitet. 

Text und Fotos: PÖA, PP Westhessen

Gesellschaft Bürger und Polizei e.V. belobigt Bürgerinnen und Bürger für Zivilcourage und lebensrettendes Verhalten

„Helfen statt Vorbeigehen! Das ist das Motto von Menschen wie Ihnen, die nicht wegschauen, wenn etwas passiert, sondern sich für andere einsetzen. Sie sind die Alltagshelden, die unsere Gesellschaft braucht“

Mit diesen Worten begrüßte am 13. August 2020 der Präsident des Polizeipräsidiums Westhessen, Stefan Müller, neun Bürgerinnen und Bürger aus Wiesbaden und dem Rheingau-Taunus, welche sich in jüngster Zeit in besonderer Weise verdient gemacht hatten. Polizeipräsident Stefan Müller empfing die Gäste nicht wie gewohnt in den Räumen des Polizeipräsidiums, sondern in gebührenden Abstand auf einer Wiese des Präsidiums, wo er das Verhalten der Bürgerinnen und Bürger würdigte und sich die Ereignisse aus der Sicht der Betroffenen nochmals schildern ließ. Belobigt wurden die insgesamt neun Personen durch die Gesellschaft Bürger und Polizei e.V., deren Vorsitzender Polizeipräsident Stefan Müller ist.   

Dass nicht nur die Strafverfolgung, sondern auch die Verhinderung von Straftaten und Gefahren von hoher Bedeutung und großer Wichtigkeit sind, sieht man anhand der vielen guten Taten der eingeladenen Bürgerinnen und Bürger, die Zivilcourage und Einsatzbereitschaft gezeigt haben. Alle genannten Personen wurden von einer zur anderen Sekunde unerwartet zum Lebensretter oder zum wichtigen Helfer für die Polizei.

Nur die hartnäckige Verfolgung eines verletzten Straftäters durch die Krankenschwester des St. Josefs-Hospitals, Johanna Hanson, führte letztendlich zu seiner Festnahme in der Dantestraße in Wiesbaden. In dünner Dienstkleidung und bei Eiseskälte verfolgte Frau Hanson den Straftäter über mehrere Kilometer. Der unter Drogeneinfluss stehende Mann hatte zuvor Verkehrsteilnehmer angegriffen und im Krankenhaus eine Glastür zerstört.

Am Luisenplatz in Wiesbaden kam der Zeuge Frederik Müller einem Schwerverletzten, der Opfer eines gewalttätigen Angriffes geworden war, zur Hilfe und rettete dem 20-Jährigen vor schwerwiegenden Verletzungen. Eine Gruppe von Männern hatte zuvor auf den am Boden liegenden jungen Mann eingeschlagen und ihn getreten. Der Zeuge wählte den Polizeinotruf und versuchte, die Männer verbal von ihren Taten abzuhalten. Als die Täter daraufhin von dem 20-Jährigen abließen, konnte sich dieser in Sicherheit bringen. Ein Täter aus der Gruppe griff anschließend den Zeugen an und schlug ihm ins Gesicht, so dass dieser selbst verletzt wurde. Die Täter konnten unerkannt flüchten.

Das engagierte Handeln eines Busfahrers führte gemeinsam mit dem Zeugen Edgar Leimann in Wiesbaden-Schierstein dazu, dass ein bewusstloser Autofahrer durch unmittelbar eingeleitete Erste-Hilfe-Maßnahmen und durch die Kontaktaufnahme mit der Rettungsleitstelle über die Notrufnummer 112 gerettet werden konnte. Der Busfahrer konnte bei der Belobigung leider nicht anwesend sein.

In Begleitung ihrer 4-jährigen Tochter, bewahrte die junge Mutter, Natascha Hof, eine Frau auf einer Brücke in Wiesbaden-Schierstein vor einem Sprung in die Tiefe und rettete der 20-Jährigen somit das Leben.

Nach einem Einbruch in einen Baucontainer in Schierstein konnte dank aufmerksamer Zeugen ein 23 Jahre alter Tatverdächtiger festgenommen werden. Die Polizei wurde von Christian Litzius darüber in Kenntnis gesetzt, dass in der Freudenbergstraße in einen Baucontainer eingebrochen wurde und der Täter gerade vom Tatort geflüchtet sei. Ein weiterer Zeuge, Fernando Carvalho Soares, entdeckte den Täter schließlich in einem Gebüsch und folgte ihm. Während der Fahndung nach dem Einbrecher gelang es den Einsatzkräften, durch Hinweise und Unterstützung von Herrn Carvalho Soares, die beschriebene Person anzutreffen und festzunehmen. Gegen den 23-Jährigen wurde anschließend ein Strafverfahren wegen schwerem Diebstahls eingeleitet.

Nachdem von der Ladefläche eines in der Elsässer Straße abgestellten Transporters mehrere Werkzeuge gestohlen worden waren, konnte die Wiesbadener Polizei dank der aufmerksamen Zeugin, Rukiye Pamuk Marangoz, einen 18 Jahre alten Tatverdächtigen festnehmen. Frau Marangoz wurde durch laute Geräusche auf die Tat aufmerksam und konnte zwei junge Männer beobachten, welche sich an dem geparkten Fahrzeug zu schaffen machten. Den von der Zeugin verständigten Polizisten gelang es dann im Rahmen der eingeleiteten Fahndung, eine der beschriebenen Personen in der Nähe des Tatortes anzutreffen und festzunehmen. Das Diebesgut konnte darüber hinaus ebenfalls aufgefunden und sichergestellt werden.

Als auf der Biebricher Straße in Mainz-Kastel ein 69-jähriger Fahrradfahrer stürzte und bewusstlos am Boden liegen blieb, eilte der Zeuge, Christian Bibo, diesem zur Hilfe und führte umgehend Reanimationsmaßnahmen bei dem Radfahrer durch, bis dieser schließlich wieder zu atmen begann und wieder ansprechbar war. Durch sein schnelles Eingreifen rettete Herr Bibo dem Radfahrer das Leben.

Der Zeuge Yannick Simchen kam im Bismarckring zwei Frauen zur Hilfe, die von einem Mann bedroht wurden. Er ging dazwischen und sprach den aggressiven Mann an, so dass die Frauen sich in Sicherheit bringen konnten. Der Mann versetzte dem Retter jedoch einen Faustschlag, wodurch Herr Simchen erhebliche Verletzungen im Gesicht erlitt.

Neben der Aushändigung der Belobigungsurkunden, überreichte der Polizeipräsident und 1. Vorsitzender der Gesellschaft Bürger und Polizei e.V., Stefan Müller, den Geehrten als zusätzliche Anerkennung und zum Dank jedem ein Geschenk.

Text und Fotos: PÖA, PP Westhessen

Übergabe einer Spende an Zora und Upstairs

Über eine Spende von jeweils 1400 Euro von der Gesellschaft Bürger und Polizei e.V. konnten sich die Verantwortlichen von Zora, Thekla Theresia Kulik und Heather Flitch sowie die Verantwortlichen von Upstairs, Karin Klinger und Matthias Loyal, am 18.02.2020 freuen. Die Scheckübergabe erfolgte durch die Vorstandsmitglieder Stefan Müller (Polizeipräsident), Alfred Michler (Volksbank Wiesbaden), Stephanie Held und Andrea Götz (Polizeipräsidium Westhessen) sowie den Polizeipfarrer Dr. Martin Schulz-Rauch.                                                                                                                                          

Die übergebene Spende war die Kollekte von rund 750 Gästen, die am 13.12.2019 in der Wiesbadener Marktkirche dem eindrucksvollen Adventskonzert des Landespolizeiorchesters Hessen und des Gospelchor The Gospel Soul Notes lauschen konnten.                                               

Zora ist eine Anlaufstelle für Mädchen und junge Frauen. Neben einem Gesprächs- und Beratungsangebot können die jungen Frauen im Offenen Treff eine warme Mahlzeit kochen, Wäsche waschen und trocknen, duschen und sich mit gespendeter Kleidung versorgen.

Upstairs leistet mit der Anlaufstelle in der Reisinger Anlage wertvolle und notwendige Arbeit für junge Menschen, die in Not geraten sind, kein zu Hause mehr haben und oft nicht wissen, wie es weitergehen soll. Hilfe im richtigen Moment kann ein ganzes Leben verändern.

v.l.: Stephanie Held, Thekla Theresia Kulik, Heather Flitch, Stefan Müller, Matthias Loyal, Andrea Götz, Dr. Martin Schulz-Rauch, Alfred Michler

Text und Fotos: PÖA, PP Westhessen

Adventskonzert 2019

Unbeschreibliche Momente in der Wiesbadener Marktkirche

Auch in diesem Jahr veranstaltete die Gesellschaft Bürger und Polizei e.V. und das Polizeipfarramt der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau ihr zur schönen Tradition gewordenes Adventskonzert. Das 25. Konzert am 13.12.2019 lockte über 700 Menschen in die stimmungsvoll-weihnachtlich geschmückte Wiesbadener Marktkirche.

Belohnt wurde das Publikum durch mitreißende Musik des Landespolizeiorchesters unter der Leitung von Laslo Szabo sowie wunderschöne Weihnachtssongs der “Gospel Soul Notes”. Das Landespolizeiorchester eröffnete den Abend mit “A Medieval Christmas: In Dulci Jubilo” von Philip Sparke sowie “Suite from The Nutcracker” von Peter Tchaikovsky, arrangiert durch James Curnov.

Anschließend sangen The Gospel Soul Notes “It’s Me Oh Lord”, “American Hallelujah”, “Lean on me” und weitere Songs, die das Publikum in Hochstimmung versetzten. Die weitere Liederauswahl des Orchesters und Chores schaffte es schließlich, die gesamte Kirche zum Tanzen und Mitsingen zu bewegen, so dass es beim abschließenden “Holly Jolly Christmas Medley” keinen mehr auf seinem Platz hielt.

Wir bedanken uns herzlich beim Landespolizeiorchester und The Gospel Soul Notes sowie bei allen, die gekommen waren, für diesen überaus stimmungsvollen vorweihnachtlichen Musikabend.

Text und Fotos: PÖA, PP Westhessen

Lecks, Lügen und Desinformation

Über 140 Menschen waren gekommen, um der Vortragsveranstaltung mit Elmar Theveßen, Leiter des ZDF Studios Washington und Terrorismusexperte, zum Thema

„Lecks, Lügen und Desinformation“,

veranstaltet durch die Gesellschaft Bürger und Polizei e.V., am 10. Dezember 2019 im Kulturforum Wiesbaden, beizuwohnen. Und es hatte sich gelohnt!

Der Populismus dieser Tage gebiert neue Begriffe wie Fake News und Alternative Fakten, aber er bedient sich alter Werkzeuge wie De-Legitimierung, Zensur und gewalttätiger Übergriffe. Allein, eines ist anders: Die Vervielfältigung der Informationsmöglichkeiten dank neuer Medien erzeugt eine Flut von Informationen, unter die sich die falschen, die Lügen, noch besser verstecken und verbreiten können. Nie waren die Möglichkeiten zur Manipulation der öffentlichen Meinung so groß wie heute – hier ist “Journalismus die beste verfügbare Version der Wahrheit”, so Theveßen zu Beginn seines Vortrages.

Im weiteren Verlauf zeigte er anschaulich, wie man als Konsument mit einfachsten Methoden Sachverhalte und Bilder selbstständig überprüfen kann (Stichwort Google Bildersuche) und wie wichtig eine solche Prüfung ist, denn oftmals werden Nachrichten als “wahr” präsentiert und stellen sich hinterher als komplette Fälschung heraus!

Im Lauf der weiteren Ausführungen ging er darauf ein, wie Fake-News und andere Lügen gezielt für politische Ziele instrumentalisiert werden und präsentierte anhand jüngster Beispiele, welche Auswirkungen solche Lügen und Fälschungen haben können. Anhand vieler Beispiele kommt Theveßen zu dem Schluss, dass die “Digitale Manipulation die größte Bedrohung für die Demokratie” darstelle.

Auch wenn durch die sprachliche Brillianz Theveßens keinerlei Fragen zum Verständnis offenblieben, hatte das Auditorium am Ende die Möglichkeit, Fragen zum erweiterten Themenkomplex zu stellen. Diese Möglichkeit wurde zahlreich genutzt.

Polizeipräsident Stefan Müller (1. Vorsitzender Gesellschaft Bürger und Polizei e.V.)  bedankte sich sehr herzlich bei Herrn Theveßen für den spannenden und tiefgreifenden Vortrag sowie bei Herrn Gordon Bonnet (Vorstandsmitglied Gesellschaft Bürger und Polizei e.V), der den Abend professionell moderierte.

Text und Fotos: PÖA, PP Westhessen

Belobigungen

Im Rahmen einer kleinen Feierstunde wurden am 04.07.2019 eine Bürgerin und fünf Bürger, sowie zwei Polizeibeamte belobigt, die sich in jüngster Zeit in besonderer Weise durch ihr Verhalten und ihre Zivilcourage verdient gemacht hatten.
Polizeipräsident Stefan Müller empfing die Gäste im großen Besprechungsraum im Polizeipräsidium Westhessen, wo die einzelnen Sachverhalte im Dialog mit dem Polizeipräsidenten erörtert und aus Sicht der Betroffenen geschildert wurden.
Belobigt wurden die insgesamt acht Beteiligten durch die Gesellschaft Bürger und Polizei e.V. Die Aushändigung der entsprechenden Urkunden wurde durch den Vorsitzenden der Gesellschaft Bürger und Polizei e.V., Herrn Polizeipräsident Stefan Müller, vorgenommen.
Einige der geladenen Personen griffen ein, als es zu Situationen kam, in denen lebensrettende Maßnahmen durchgeführt werden mussten.
Das engagierte Handeln von Ingo Best führte in Wiesbaden-Naurod dazu, dass ein verunglückter Autofahrer durch unmittelbar eingeleitete Erste-Hilfe-Maßnahmen wiederbelebt werden konnte.
Axel Hollas und Benjamin Neuser sowie die Zeugin Jeannette Di Pompa bewahrten eine junge Frau auf einer Brücke auf dem Siegfriedring in Wiesbaden vor einem Sturz in die Tiefe und retteten der 17-Jährigen somit das Leben.
In der Kirchgasse in Wiesbaden leisteten die beiden Busfahrer der ESWE-Verkehrsgesellschaft, Yasar Aslan und Michael Jentzsch, Erste-Hilfe bei einem Schwerverletzten, der Opfer eines gewalttätigen Angriffes geworden war.
Unter Einsatz ihres Lebens retteten die beiden Polizeibeamten Christian Scheidt und Jamal Bellamin einem 91-jährigen Mann das Leben, der aus eigener Kraft nicht in der Lage war, aus seiner verrauchten Wohnung in Wiesbaden-Naurod zu gelangen.
Neben der Aushändigung der Belobigungsurkunden, überreichte Herr Müller den Geehrten als zusätzliche Anerkennung und zum Dank eine Flasche Wein des polizeieigenen Weinbergs und einen Veranstaltungsgutschein, finanziert durch die Gesellschaft Bürger und Polizei e.V..
Die Belobigungsveranstaltung wurde medial von Vertreter/-innen des Wiesbadener Kuriers, Wiesbadenaktuell.de, der Bild Zeitung sowie dem Hessischen Rundfunk begleitet.

Text und Fotos: PÖA, PP Westhessen

Erben und Vererben!

„Erben und Vererben! Auf gesetzliches Erbrecht vertrauen – oder soll ich meinen Nachlass selber regeln?“, war das Thema eines Vortrages, mit dem das Vorstandsmitglied der Gesellschaft Bürger und Polizei e.V., Rechtsanwalt Peter Hoffmann, am 16.05.2019 im Polizeipräsidium Westhessen vor knapp 30 interessierten ZuhörerInnen über das gesetzliche Erbrecht und die Möglichkeiten der persönlichen Gestaltung von Testamenten referierte.

Er zeigte dabei insbesondere auf, dass ein reines Vertrauen auf die gesetzlichen Regelungen – anders als bei der täglichen Polizeiarbeit – hier oftmals nicht zu befriedigenden Ergebnisse führt und es daher Sinn macht, sich nicht nur selbst Gedanken über seinen Nachlass zu machen, sondern auch die Möglichkeiten einer individuellen Gestaltung zu nutzen.

Die Beschäftigung mit dem eigenen Tod wird oftmals verdrängt, die vom Auditorium eingebrachten Fragen zeigten aber, dass viele der Anwesenden sich bereits mit diesen Fragen beschäftigt hatten.

Auch zukünftig will die Gesellschaft Bürger und Polizei e. V. interessante Vorträge präsentieren. Beachten Sie die Veröffentlichungen auf unserer Website.

Text: Peter Hoffmann
Fotos: Andrea Götz

Rundgang durch das Polizeipräsidium Westhessen mit Besuch des Polizeimuseums

Am 07. März 2019 stand für 20 angemeldete Gäste der Gesellschaft Bürger und Polizei etwas ganz Besonderes auf dem Programm: Eine Führung im Polizeipräsidium Westhessen mit Besuch des Polizeimuseums.

Gestartet wurde der Rundgang durch das Gebäude des Präsidiums, welches in der Zeit von 1945 bis 1993 als US-Hospital genutzt wurde, in der Präsidialwache. Hier durften die Gäste dem Wachhabenden einen Blick über die Schulter werfen und bekamen einen kurzen Einblick über die Aufgaben der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dieser Dienststelle.

Besonders interessant war ein Blick in die Leitstelle, wo alle Notrufe zentral eingehen und die Koordination eines Polizeieinsatzes beginnt. Hier wurde den Teilnehmerinnen und Teilnehmern der Arbeitsalltag auf einer Leitstelle nahegebracht. Auch die moderne Befehlsstelle war ein Teil des Besichtigungsprogrammes. Einen Eindruck, wie dort bei größeren Einsatzlagen gearbeitet wird, bekamen die Besucherinnen und Besucher mit einem kurzen Filmbeitrag vermittelt.

Ganz leise wurden die Gäste später bei der Inaugenscheinnahme des Polizeigewahrsams und der Gefangenensammelstelle, die sich im Keller des Gebäudes befinden. Zwar beeindruckt von den modernen Räumlichkeiten waren die meisten Mitglieder dennoch froh, als sie die Zellen wieder verlassen durften.

Im weiteren Verlauf der Führung durch das imposante Gebäude wurde an einem maßstabsgetreuen Modell die Geschichte der Liegenschaft eindrucksvoll erörtert, bevor am Ende viele Gegenstände aus der Vergangenheit im Polizeimuseum bestaunt werden konnten. Hier wurde die Polizeigeschichte anhand von alten Uniformen, Arbeitsgeräten und vielen Exponaten anschaulich erläutert.

Am Schluss waren sich alle Gäste einig, dass sie drei kurzweilige und informative Stunden erleben durften.